Herr Müllenhoff und Herr Seifert (Ansprechpartner der Schlaganfall Selbsthilfegruppe)
Herr Müllenhoff und Herr Seifert (Ansprechpartner der Schlaganfall Selbsthilfegruppe)
Am 02. August feierte die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe am Klinikum Ibbenbüren ihr 5-jähriges Bestehen. Dieter Georg als Geschäftsführer des Krankenhauses, Dr. Anke Bösenberg vom Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt und Julia Gakstatter vom Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt beglückwünschten die Gruppe anlässlich des Jubiläums und stellten heraus, wie wichtig ihre Arbeit ist.
Ein Schlaganfall nimmt keine Rücksicht: Von einer Sekunde auf die andere reißt er Männer und Frauen, alte und junge Menschen aus ihrem gewohnten Leben. Auch für die Angehörigen ist die Diagnose „Schlaganfall“ ein Schock und wirft viele Fragen auf. Rund 200.000 Menschen erleiden jährlich einen Schlaganfall. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Doch auch junge Menschen und Kinder sind betroffen. Die Gründe für einen Schlaganfall sind vielfältig: z. B. Arterienverkalkung, Gefäßmissbildungen, Herzfehler können zu einem Schlaganfall führen.
Dieter Georg, Geschäftsführer Klinikum Ibbenbüren
Rund 20 Prozent der direkt von einem Schlaganfall betroffenen Patienten sterben innerhalb von vier Wochen, über 37 Prozent innerhalb eines Jahres. Alarmierende Zahlen, denn das macht den Schlaganfall nach Krebs- und Herzerkrankungen zur dritthäufigsten Todesursache in Deutschland.Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es in den nächsten Jahren immer mehr Schlaganfallpatienten geben.
Nach der vergleichsweise kurzen Verweildauer im Krankenhaus und in der Reha warten auf die Betroffenen viele neue Herausforderungen durch Folgeerkrankungen oder bleibende Beeinträchtigungen. Da kann eine Selbsthilfegruppe neben der medizinischen oder therapeutischen Versorgung eine wichtige Rolle spielen. Aufgrund ihrer ähnlichen Erfahrungen können Betroffene anderen Betroffenen wertvolle Hinweise zur Bewältigung der neuen Lebensfragen liefern.