Gronau / Ochtrup. „Es ist, als ob an den Schläfen ein Schraubstock angesetzt und immer fester zugezogen wird. Irgendwann verlagert sich der Schmerz dann auf eine Seite des Kopfes und hält dort an“, schildert eine Migränepatientin die Attacken. Bis zu 15 mal im Monat treten sie bei ihr auf, dauern Stunden, manchmal Tage. „Tabletten dämpfen meistens die Schmerzen, so dass ich wenigstens zur Arbeit gehen kann. Aber dabei fühle ich mich so zerschlagen, dass ich mich durch den Tag nur hindurchquäle.“ Migräne mindert nicht nur entscheidend die Lebensqualität, sondern auch die Lebensfreude. „Wenn es mir mal zwei oder drei Tage gut geht, weiß ich, dass der nächste Dämpfer nicht lange auf sich warten lassen wird“, so eine Betroffene.
So vielfältig die Erscheinungsformen der Migräne, so vielfältig auch ihre Ursachen, die in vielen Fällen trotz unzähliger Untersuchungen nicht herausgefunden werden können. In der Medizin wird die Migräne daher als „nicht heilbar“ eingestuft.
Damit Migräne-Patient/innen sich über Erfahrungen und Behandlungsmöglichkeiten austauschen können, über ihre Schwierigkeiten im Alltag und im sozialen Umfeld sprechen können, soll im Raum Ochtrup/Gronau eine Selbsthilfegruppe zum Thema „Migräne“ ins Leben gerufen werden. Betroffene und Angehörige, die sich an einem solchen Austausch beteiligen möchten, können sich an das Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt wenden, das die Gründung dieser Selbsthilfegruppe unterstützt und für Rückfragen und Anmeldungen unter
Tel.: (0 25 72) 9 60 16 84 zur Verfügung steht.