Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt Kreis Steinfurt

Treffen mit MdB Daniel Bahr beim Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt

(von rechts nach links):
Herr Hentschel, Herr Radau (Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung), Herr Klapper (Vorstand des Paritätischen), Julia Gakstatter (Leitung Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt), Herr Klodt (FDP Emsdetten), Herr Bahr, MdB (Parlamentarischer Staatssekretär in Bundesgesundheitsministerium), Herr Mußmann (FDP Landtagskandidat), Herr Metje (Geschäftsführer des Paritätischen Kreisgruppe Steinfurt), Martin Michel (FDP Emsdetten)

Am Donnerstag, den 07.01.10 informierte sich der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium Daniel Bahr beim Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt über dessen Arbeit. Es wurde ihm berichtet, dass das Netzwerk aktuell Ansprechpartner für um die 270 Selbsthilfegruppen im Kreis Steinfurt ist. Im letzten Jahr gab es insgesamt knapp 700 Anfragen von Interessierten nach Selbsthilfegruppen. Ungefähr zwei Drittel der Anfragen kamen von Menschen, die eine Selbsthilfegruppe im psychologischen Bereich gesucht haben – diese Tendenz hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Dazu zählen zum Beispiel Anfragen aus den Themenbereichen Angst, Depression, Sucht, Mobbing, Burn out, Essstörungen oder Zwangeserkrankungen.
Es wurde die Bitte an Herrn Bahr gerichtet, bei seinen Kollegen auf Landesebene dafür einzutreten, dass die Selbsthilfekontaktstellen auch in Zukunft nicht auf die wichtige finanzielle Säule der Landesförderung verzichten müssen. Positiv konnte erwähnt werden, dass die Krankenkassen ihren Fördertopf im letzten Jahr zu nahezu 100 % ausgeschöpft haben und die Gelder somit an der richtigen Stelle gelandet sind.
Im zweiten Teil des Gesprächs ging es um die psychotherapeutische Versorgung im ländlichen Raum – hier gibt es ein großes Gefälle zwischen Nachfrage und Angebot und Betroffene müssen zum Teil mit sehr langen Wartezeiten bei Therapien rechnen. Diese Tatsache führt unter anderem dazu, dass Selbsthilfegruppen im psychologischen Bereich (s. oben) so stark nachgefragt werden, aber natürlich kein Ersatz für eine Therapie, sondern im Idealfall eine sinnvolle und wichtige Ergänzung sein sollen. Herr Hentschel und Herr Radau von der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung machten deutlich, dass an dieser Stelle ein großer Bedarf an einer Veränderung der bisherigen Regelung besteht, die im Moment keine neuen Niederlassungen für PsychotherpeutInnen mit Kassensitz im Kreis Steinfurt zulässt.


Ausdruck aus: http://netzwerkselbsthilfeundehrenamt.de/content/e568/e1115/index_ger.html
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