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Sterben und Trauer – wer hilft?

Wir haben heute kaum noch Erfahrung mit dem Sterben, und viele geraten in eine große Verunsicherung und Angst, wenn sie mit dem eigenen Tod oder dem von Angehörigen oder Freunden konfrontiert werden. In dieser Situation braucht man zwei Sorten von Menschen, betonte Prof. Klaus Dörner, Psychiater und Buchautor, auf einer Tagung in Essen am 12. September, die vom Netzwerk Palliativmedizin und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein organisiert worden war: „Erstens die Profis, die mehr wissen als ich und mich entlasten, und zweitens Menschen, die sagen können „Das weiß ich auch nicht, aber ich bleibe bei Dir und wir finden zusammen heraus, was passieren wird!““ Eine solche, die „Kunst des Nichtwissens“, wie Dörner es nennt, bieten vor allem die Menschen, die sich in der Hospizbewegung engagieren. Sie unterstützen auf Wunsch Sterbende und ihr Umfeld gleichermaßen. Auch wenn Angehörige und Freunde einen nahestehenden Menschen während seines letzten Lebensabschnittes gerne begleiten möchten, fühlen sie sich oft hilflos. Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte werden zunächst medizinische und palliativpflegerische Maßnahmen gewährleisten. Darüber hinaus können sie wirksam zu einem möglichst angstfreien und sozial eingebetteten Sterbe- und Trauerprozess beitragen, wenn sie Institutionen benennen, die psychosoziale Unterstützung für Patienten und Angehörige bieten. Dazu gehören die Einrichtungen der ambulanten Hospizdienste mit ihren geschulten Helferinnen und Helfern sowie die Selbsthilfegruppen im Bereich Tod, Sterben und Trauer, die nicht nur emotionalen Halt geben, sondern zum Beispiel auch über Pflege-Finanzierungshilfen informieren. Gemeinsam können alle dazu beitragen, dass Patienten in der gewohnten Umgebung bleiben können. Informationen zur Selbsthilfe im Bereich Sterben und Trauer erhalten sie von der KOSA – Kooperationsberatung für Selbsthilfegruppen, Ärzte und Psychotherapeuten, von den regionalen Kontaktstellen für Selbsthilfe oder direkt von den Hospizvereinen vor Ort.

Marita Meye
Kooperationsberatungsstelle für Selbsthilfegruppen und Ärzte KV Nordrhein

 



 
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