Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt Kreis Steinfurt
Für den Kranken, seine Angehörigen und sein Umfeld ist die Diagnose Demenz in jedem Fall eine Katastrophe. Schlimm ist neben vielem anderem, dass sich Freunde und Nachbarn immer mehr zurückziehen. Dies wurde auf der gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung „Brennpunkt Demenz – Menschen mit Demenz in der Arztpraxis“ der Kooperationsberatungsstelle für Selbsthilfegruppen und Ärzte (KOSA) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, dem Demenz-Servicezentrum Nordrhein-Westfalen Region Köln und das südliche Rheinland sowie dem Berufsverband Deutscher Nervenärzte am 28. Oktober in Köln deutlich.
Dass Angehörige, die sich um ein demenzkrankes Familienmitglied kümmern, von Anfang an eine enorme nervliche Belastung erleben, beschrieb Wolfgang Schneider von der Alzheimer Selbsthilfe e.V. aus eigener Erfahrung. Man wird je nach Ausprägung der Krankheit mit enormen Stimmungsschwankungen konfrontiert und muss sowohl Tränenausbrüchen wie auch aggressiven Beschuldigungen standhalten. Eine Grenze in der häuslichen Pflege ist erreicht, wenn die Krankheit zu tätlichen Angriffen führt und/oder pflegende Familienmitglieder selbst krank werden. Leider wird der Arzt oft erst hinzugezogen, wenn die Pflegesituation aus dem Ruder läuft. Dabei kann man durch eine frühe Medikation und mentales Training den Zustand eine zeitlang stabilisieren.
Nachbarn und Freunde können betroffene Familien mit wenig Einsatz wirkungsvoll unterstützen, wenn sie
Marita Meye
Kooperationsberatungsstelle für Selbsthilfegruppen und Ärzte
KV Nordrhein
Ausdruck aus:
http://netzwerkselbsthilfeundehrenamt.de/content/e568/e1102/index_ger.html
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Angehörige von Demenzkranken brauchen Unterstützung
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